23.02.2017
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Landkreis Nürnberger Land

Elektromagnetische Strahlung und Mobilfunk – 26. BImSchV -

Die Zahl technischer Geräte und Anlagen, von denen elektromagnetische Felder ausgehen, wächst ständig. Man unterscheidet dabei niederfrequente Felder (< 30 kHz), die vor allem in der Nähe von Hochspannungsleitungen, Bahnstromleitungen oder Trafostationen auftreten, und hochfrequente Felder (> 30 kHz) von Radar- und Mobilfunkanlagen sowie Radio- und Fernsehsendern.

Insbesondere der Bereich Mobilfunk ist unter dem Stichwort "Elektrosmog" ein Medienthema mit großer Öffentlichkeit und starken Emotionen. Der rasche Ausbau von Mobilfunknetzen steht dabei im Brennpunkt der Befürchtungen und Ängste vieler Bürger. Der Bau von Basisstationen für den Mobilfunk führt deshalb immer wieder zu Anwohnerprotesten.

Starke elektromagnetische Felder können die Gesundheit schädigen. Ob auch schwache Felder, wie sie im Alltag vorkommen, die Gesundheit des Menschen beeinträchtigen können, ist noch nicht eindeutig geklärt und Gegenstand der Forschung. Zum Schutz der Gesundheit und zur Vorsorge hat der Gesetzgeber Grenzwerte für umweltrelevante Anlagen erlassen. Die Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV) legt für Hoch- und Niederfrequenzanlagen Grenzwerte fest, die bei höchster betrieblicher Auslastung und unter Berücksichtigung bereits vorhandener Anlagen einzuhalten sind. Die Anlagen sind dem Landratsamt mindestens 2 Wochen vor der Inbetriebnahme oder einer wesentlichen Änderung zusammen mit der sogenannten Standortbescheinigung der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) anzuzeigen. Bei Mobilfunk-Basisstationen betragen die für die Einhaltung der Grenzwerte erforderlichen Mindestabstände nach diesen Bescheinigungen i. d. R. nur wenige Meter, da die Sendeleistungen in den digitalen D- und E-Netzen gering sind (10 - 50 W je Station) und elektromagnetische Felder mit zunehmender Entfernung sehr stark abnehmen.

Die RegTP führt zur Überprüfung der Standortbescheinigungen und zur Information der Öffentlichkeit regelmäßig Messungen von elektromagnetischen Feldern an bundesweit ausgewählten Standorten durch. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post hat zudem eine Datenbank über alle Standorte von Mobilfunkanlagen in Deutschland eingerichtet.

Weitere Informationen erhalten Sie auch von der Bundesnetzagentur (ehemalige RegTP), dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA).

 

Die im Landkreis Nürnberger Land angezeigten Mobilfunk-Basisstationen können im Landratsamt eingesehen werden. In der Liste sind die Antennenträger mit den jeweiligen Betreibern, Funknetzen, Montagehöhen und Sicherheitsabständen aufgeführt.

Fragen rund um den Elektrosmog beantwortet das Elektrosmog-Forum des Bundesverband Verbraucherinitiative e.V.. In diesem unabhängigen Internetportal stehen z. B. Hinweise zur Nutzung des Mobiltelefons und auf Baustoffe, die die Wohnung vor Immissionen durch Rundfunksender und Mobilfunkanlagen abschirmen.

Ansprechpartner

Name Telefon Fax Zimmer
Herr Gronau 0 91 23 / 950 - 6216 0 91 23 / 950 - 8012 408
Frau Frischholz 0 91 23 / 950 - 6218 409
Herr Saller 0 91 23 / 950 - 6215 407
Herr Hofrichter 0 91 23 / 950 - 6214 407