25.07.2017
    Startseite        Suche        Seitenverzeichnis        Links        Kontakt    
Landkreis Nürnberger Land

Erschütterungsschutz – DIN 4150 -

Als wesentliche Verursacher von Erschütterungen sind der schienengebundene Verkehr, Bautätigkeiten, Sprengungen (insbesondere in Steinbrüchen) und industrielle Quellen (Pressen, Stanzen usw.) zu nennen. In all diesen Fällen werden periodisch oder stoßartig große Massen bewegt. Die dabei entstehenden starken Wechselkräfte regen den Erdboden direkt oder über Fundamente zu tieffrequenten Schwingungen an, die in Abhängigkeit von den geologischen Gegebenheiten über den Untergrund weitergeleitet werden. In der Folge werden Gebäude im Nahbereich der Erschütterungsquellen zu Schwingungen angeregt. Diese breiten sich aus und führen in Decken und Wänden zu Erschütterungsimmissionen und zur Abstrahlung von tieffrequentem Schall, dem sogenannten sekundären Luftschall.

 

Erschütterungen nimmt der Mensch mit seinem ganzen Körper war. Sind sie zu stark, beeinträchtigen sie sein Wohlbefinden. Tieffrequenter Schall wird über das Gehör als Brummen oder unangenehmes Dröhnen wahrgenommen und häufig als stark belästigend empfunden. Im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) ist der Schutz vor Erschütterungen ausdrücklich erwähnt. Im Gegensatz zum Lärm fehlt aber dafür bis heute eine entsprechende Rechtsvorschrift. Für die Beurteilung der Erschütterungseinwirkungen wird daher die Norm DIN 4150 "Erschütterungen im Bauwesen", Teil 2 "Einwirkungen auf Menschen in Gebäuden" verwendet. Diese Norm enthält u. a. gebietsbezogene Anhaltswerte für die maximal zulässigen Schwingstärken (KB-Werte). Die Beurteilung des sekundären Luftschalls ist ebenfalls nicht verbindlich geregelt. Sie erfolgt daher üblicherweise nach der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm).

 

Für Aufgaben rund um den Erschütterungsschutz - wie Messung, Berechnung, Beratung und Begutachtung - stehen Beratungsbüros zur Verfügung. Die für behördlich angeordnete Ermittlungen gemäß § 26 BImSchG in Frage kommenden Ingenieurbüros gibt das Bayer. Landesamt für Umweltschutz (LfU) bekannt. Die Liste der Beratungsbüros ist auch auf der Internetseite des LfU zu finden.

Ansprechpartner

Name Telefon Fax Zimmer
Herr Gronau 0 91 23 / 950 - 6216 0 91 23 / 950 - 8012 408
Herr Saller 0 91 23 / 950 - 6215 407
Herr Hofrichter 0 91 23 / 950 - 6214 407