30.04.2017
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Landkreis Nürnberger Land

Gewerbelärm - TA Lärm -

Als Industrie- und Gewerbelärm wird sowohl der Lärm von großen Industriebetrieben als auch der von kleineren Handwerksbetrieben (Schlossereien, Schreinereien, Kfz-Werkstätten u. a.), also Lärm von Anlagen oder Teilanlagen, bezeichnet. Zum Gewerbe- bzw. Industrielärm zählt neben dem Lärm, der beim Produktions- bzw. Her-stellungsprozess entsteht, auch der Lärm des Werksverkehrs durch Straßen- und Schienenfahrzeuge (Stapler, Kräne usw.) sowie der Lärm des Liefer- und Kundenverkehrs.

Bei Lärm durch Heimwerkertätigkeiten, Haus- und Gartenarbeiten u. ä. handelt es sich dagegen um Nachbarschaftslärm und bei gewerblichen Bautätigkeiten um den ebenfalls gesondert geregelten Baulärm.

Zur Beurteilung der Anlagengeräusche dient die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm). Sie enthält u. a. Immissionsrichtwerte, die je nach Gebietsnutzung um 5 dB(A) abgestuft sind:

 

1. Industriegebiete (GI) tagsüber und nachts 70 dB(A)
2. Gewerbegebiete (GE) tagsüber 65 dB(A), nachts 50 dB(A)
3. Dorf- und Mischgebiete (MD, MI) tagsüber 60 dB(A), nachts 45 dB(A)
4. Allgemeine Wohngebiete (WA) tagsüber 55 dB(A), nachts 40 dB(A)
5. Reine Wohngebiete (WR) tagsüber 50 dB(A), nachts 35 dB(A)
6. Kurgebiete, Krankenhäuser etc. (SO) tagsüber 45 dB(A), nachts 35 dB(A)

 

Im baurechtlichen oder immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren kann anhand einer Prognoseberechnung untersucht werden, ob diese Immissionsrichtwerte durch den Beurteilungspegel der Anlage überschritten werden. Erforderlichenfalls werden Schallschutzmaßnahmen zur Auflage gemacht. Nach Errichtung und Inbetriebnahme der Anlage lässt sich durch Messungen überprüfen, ob die Anforderungen tatsächlich erfüllt sind.

Kritisch sind besonders alle Schallquellen im Freien, wie Zu- und Abluftöffnungen, Anlagen zur Abluftreinigung, Kamine, Rohrleitungen, Ventile und Kühler sowie Fahr- und Verladebetrieb. Schallschutzmaßnahmen sind z. B. der Einsatz leiser Geräte und Fahrzeuge, die Kapselung und Einhausung von Maschinen und der Einbau von Schalldämpfern.

Für Aufgaben rund um den Lärmschutz - wie Messung, Berechnung, Beratung und Begutachtung - stehen Beratungsbüros zur Verfügung. Die für behördlich angeordnete Ermittlungen gemäß § 26 BImSchG in Frage kommenden Ingenieurbüros gibt das Bayer. Landesamt für Umwelt (LfU) bekannt. Die Liste der Beratungsbüros ist auf der Internetseite des LfU zu finden.

Ansprechpartner

Name Telefon Fax Zimmer
Herr Gronau 0 91 23 / 950 - 6216 0 91 23 / 950 - 8012 408
Herr Finkes 0 91 23 / 950 - 6217 409
Herr Saller 0 91 23 / 950 - 6215 407
Herr Hofrichter 0 91 23 / 950 - 6214 407