19.11.2017
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Landkreis Nürnberger Land

Lösemittelverordnung - 31. BImSchV, VOC

Flüchtige organische Lösemittel (VOC = Volatile Organic Compounds) werden bei zahlreichen technischen Verfahren und Tätigkeiten eingesetzt (z. B. beim Lackieren, Drucken). Diese Stoffe können einerseits direkt die Gesundheit des Menschen schädigen, anderseits sind sie zusammen mit den Stickstoffoxiden Vorläufersubstanzen für bodennahes Ozon, das bei hoher Sonneneinstrahlung gebildet wird ("Sommersmog"). Ozon wirkt sich sowohl schädigend auf Pflanzen als auch auf die menschliche Gesundheit aus. Im Jahr 1999 wurde daher von der Europäischen Gemeinschaft die Richtlinie 1999/13/EG über die Begrenzung von VOC-Emission (EU-VOC-RL) erlassen.

Durch die Lösemittelverordnung (31. BImSchV) vom 21.08.2001 wurde diese EU-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Die Verordnung gilt für alle Betriebe, in denen unter Verwendung organischer Lösemittel bestimmte Tätigkeiten ausgeführt werden, sofern die entsprechenden Schwellenwerte für den Lösemittelverbrauch überschritten werden. Davon betroffen sind vor allem Lackier- und Druckereibetriebe, Textil- und Oberflächenreinigungen, Druckfarbenhersteller usw.. Mit der Verordnung werden die Anlagenbetreiber verpflichtet, Maßnahmen zur Begrenzung der dabei entstehenden Emissionen an flüchtigen organischen Verbindungen zu treffen. Die Verordnung enthält hierfür anlagenspezifische Emissionsbegrenzungen für diffuse und sogenannte gefasste Abgase. Alternativ hierzu kann sich der Betreiber im Rahmen eines verbindlichen Reduzierungsplans auch verpflichten, den Lösemittelgehalt soweit zu reduzieren, dass gegenüber der Einhaltung der Grenzwerte eine mindestens gleichwertige Emissionsminderung erzielt wird, z. B. durch Einsatz lösemittelarmer Wasserlacke.

Die betroffenen Handwerks- und Gewerbebetriebe wurden rechtzeitig über die neuen Anforderungen informiert, insbesondere auch hinsichtlich der Anzeigepflicht für baurechtlich genehmigte Altanlagen. Die meisten Betriebe haben den sogenannten vereinfachten Reduzierungsplan genutzt. Damit haben sich diese Betriebe verbindlich dazu verpflichtet, ausschließlich lösemittelarme Einsatzstoffe zu verwenden.

Das Bayer. Landesamt für Umwelt (LfU) stellt im Internet ausführliche Fachinformationen zur 31. BImSchV zur Verfügung, mit Ansprechpartnern und Arbeitshilfen wie Anzeigeformulare, Musterschreiben und einen detaillierten Leitfaden für die Erstellung von Reduzierungsplänen.

Ansprechpartner

Name Telefon Fax Zimmer
Herr Finkes 0 91 23 / 950 - 6217 0 91 23 / 950 - 8012 409
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Herr Hofrichter 0 91 23 / 950 - 6214 407