21.10.2017
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Landkreis Nürnberger Land

Nachbarschaftslärm - 32. BImSchV -

Das Lärmempfinden hängt vor allem auch von der Information über die Lärmquelle und von der Einstellung zu ihr ab. Gerade im Bereich des Nachbarschaftslärms entscheiden diese Faktoren häufig darüber, ob ein Geräusch überhaupt als Lärm betrachtet wird. Geht Ihnen ein Geräusch aus der Nachbarschaft auf die Nerven, so sollten Sie sich zuerst fragen, ob ein getrübtes Nachbarschaftsverhältnis daran schuld ist.

 

Sprechen Sie gegebenenfalls darüber mit anderen betroffenen Nachbarn. Befragen Sie auch, je nach Sachverhalt, einen Fachmann. Kommen Sie zu dem Schluss, dass es sich um eine unzumutbare Störung Ihrer Ruhe handelt, so weisen Sie den Lärmverursacher freundlich darauf hin. Häufig lässt sich der Stein des Anstoßes mit einem Gespräch beseitigen oder wenigstens ein vernünftiger Kompromiss erreichen.

Andernfalls kann die Einschaltung eines Anwalts angebracht sein. Die §§ 906 und 1004 des Bürgerlichen Gesetzbuches bieten eines Handhabe für Ansprüche vor dem Zivilgericht.

 

Unnötige und unzumutbare Lärmbelästigungen werden nach § 117 des Ordnungswidrigkeitengesetzes geahndet. In akuten Fällen kann die Polizei gerufen werden. Denken Sie auch daran: Wer sich ständig beim geringsten Geräusch beschwert, wird nicht mehr ernst genommen.

 

Wenn Sie ein lautes Fest feiern wollen, unterrichten Sie Ihre Nachbarn vorher in freundlicher Weise. Überlegen Sie auch, ob Ihre Musikanlage auf "Anschlag" stehen muss. Eventuell laden Sie sogar den einen oder anderen dazu ein. Ein informierter oder eingeladener Gast wird mehr Verständnis für Ihr Fest aufbringen, weil er schließlich selbst einmal feiern will. So können Sie Ärger mit der Nachbarschaft vermeiden.

 

Gelegentliches Hundegebell am Tage ist hinzunehmen. Aber nächtliche Dauerbeller kann sich der Nachbar verbitten. Es ist heute üblich, Hunde nachts im geschlossenen Raum zu halten.

Nach der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) dürfen in Wohngebieten motorbetriebene Gartengeräte nur werktags in der Zeit von 7 - 20 Uhr betrieben werden. Für besonders laute Geräte wie z. B. Laubbläser gelten weitere Betriebszeitbeschränkungen. Gemeindliche Haus- und Gartenarbeitsverordnungen schützen darüber hinaus häufig auch die Mittagsruhe. Im Landkreis Nürnberger Land haben die Gemeinden Rückersdorf und Schwarzenbruck eine solche Verordnung erlassen.

 

Regelungen zum Gewerbelärm enthält die Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm).

 

Zulässiger Immissionspegel getrennt nach Tag- u. Nachtzeit und Gebietseinstufung des Immissionsortes (Nr. 6.1 TALärm):

 

Nachtzeit 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr
Ruhezeit 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr

Ein begrenztes Maß an Lärm ist hinzunehmen:

Gebiet tags nachts
Reines Wohngebiet 50 dB(A) 35 dB(A)
Allgemeines Wohngebiet 55 dB(A) 40 dB(A)
Misch-/Dorfgebiet 60 dB(A) 45 dB(A)
Gewerbegebiet 65 dB(A) 50 dB(A)
Industriegebiet 70 dB(A) 70 dB(A)

 

beachte jedoch "Gemengelagen": hier ist im Einzelfall ein geeigneter Zwischenwert festzulegen!

Merkblatt zum Schutz gegen Baulärm

Ansprechpartner

Name Telefon Fax Zimmer
Herr Gronau 0 91 23 / 950 - 6216 0 91 23 / 950 - 8012 408
Herr Finkes 0 91 23 / 950 - 6217 409
Herr Saller 0 91 23 / 950 - 6215 407
Herr Hofrichter 0 91 23 / 950 - 6214 407