26.07.2017
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Landkreis Nürnberger Land

Richtiges Heizen mit Holz – Rauchbelästigungen

Kaum hat die Heizperiode begonnen - schon kommt es vermehrt zu Nachbarbeschwerden über Geruchs- und Rauchbelästigungen durch Feuerungsanlagen. Dies muss nicht sein, wenn die nachfolgenden Hinweise beachtet werden.

1. Welche Brennstoffe sind für Feststoffheizungen erlaubt?

Stein- und Braunkohlen, Torfbriketts, Grill-Holzkohle, naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde (Scheitholz, Hackschnitzel), Reisig, Zapfen, Press-linge aus naturbelassenem Holz in Form von Holzbriketts, Holzpeletts o. ä..

Die Feuerungsanlagen dürfen dabei nur mit den Brennstoffen betrieben werden, für deren Einsatz sie nach den Angaben des Herstellers geeignet und nach der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) zugelassen sind. Offene Kamine dürfen nur gelegentlich und nur mit naturbelassenem stückigem Holz oder Holzbriketts betrieben werden.

2. Holztrocknung und -lagerung

Es darf nur trockenes Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von maximal 20% verheizt werden. Holz braucht mind. 2 Jahre zum Austrocknen. Die Lagerung soll an einem regengeschützten und belüfteten Ort erfolgen. Falsch ist es, frisches Holz im Keller zu lagern. Hier besteht die Gefahr, dass es nicht austrocknet sondern stockt. Nur trockenes Holz kann im Keller gelagert werden.

3. Holzfeuchte und Heizwert

Der Heizwert eines Holzes hängt stark von der Holzfeuchtigkeit ab. Je feuchter das Holz umso niedriger der Heizwert. Durch einen hohen Wassergehalt ist die Verbrennungstemperatur niedriger. Das Verbrennen von feuchtem Holz ist daher unwirt-schaftlich und auch umweltschädlich. Es kommt zu verstärkten Ruß- und Teerbildungen, die sich im Kamin anlagern - der Kamin versottet. Eine Zunahme schädlicher Emissionen einschließlich Rauch- und Geruchsbelästigungen ist die Folge.

4. Wie können Emissionen vermindert und vermieden werden?

Ausschließlich trockenes Holz zum Heizen verwenden. Um schnell in den Hochtemperaturbereich zu kommen, muss die Anheizphase schnell durchlaufen werden. Daher zum Anheizen nur kleinstückiges Anfeuerungsholz verwenden. Es ist immer für eine ausreichende Luftzufuhr zu sorgen. Während der Entgasungsphase nicht die Luftzufuhr drosseln - die Entgasung des Holzes geht sonst ohne Flammenbildung weiter (Schwelbrand). Beim Nachheizen darf nicht zuviel Holz aufgelegt werden. Maximal die Hälfte des Feuerungsraumes auffüllen. Die nachgelegte Holzmenge soll dem Wärmebedarf angepasst sein.

Zu niedrige Kamine oder unerlaubte aufgesetzte Kaminabdeckungen führen oft zu erheblichen Geruchs- und Rauchbelästigungen. Der häufigste Grund ist jedoch der Einsatz von unzulässigem Brennmaterial. Bei Überprüfungen wird oft festgestellt, dass Papier (in größeren Mengen als zum Anfeuern erforderlich), Pappe, Verpackungsmaterial, Kunststoffe, Abfälle jeglicher Art sowie Holz, das mit Holzschutzmitteln etc. behandelt oder mit Kunststoffen, Leim und Bindemitteln (z. B. Spanplatten) versetzt ist, verheizt wird. Bei solchen Verstößen gegen die Vorschriften der 1. BImSchV können empfindliche Geldbußen verhängt werden.

Bei Fragen zum richtigen Heizen und zur Auswahl der Feuerungsanlage können Sie sich auch an Ihren zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister und an das Landratsamt wenden.

Ansprechpartner

Name Telefon Fax Zimmer
Herr Gronau 0 91 23 / 950 - 6216 0 91 23 / 950 - 8012 408
Herr Finkes 0 91 23 / 950 - 6217 409
Herr Saller 0 91 23 / 950 - 6215 407