22.02.2017
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Landkreis Nürnberger Land

Gelbfieber

Was ist Gelbfieber?

Gelbfieber ist eine im tropischen Afrika und im tropischen Mittel- und Südamerika verbreitete Infektionskrankheit, die unter dem Bild eines hämorrhagischen (blutigen) Fiebers verläuft. Unbehandelt endet die Infektion oft tödlich. Gelbfieber kommt ständig in bestimmten Gebieten als Dschungel- oder Buschfieber vor und tritt außerdem epidemieartig in Städten auf.

 

Wie wird Gelbfieber übertragen?

Der Erreger ist das Gelbfieber-Virus. Das natürliche Reservoir des Gelbfieber-Virus sind Primaten. Durch Moskitostiche wird es auf den Menschen übertragen, nachdem es vom Insekt bei einer Blutmahlzeit beim Affen aufgenommen wurde. Beim Dschungelfieber ist das Reservoir bei Primaten zu vermuten, bei Stadtfieber ist es der Mensch selbst. Die unmittelbare Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

 

Welche Symptome treten bei Gelbfieber auf?

Die Krankheit beginnt mit grippeähnlichen Erscheinungen. Bei leichteren Krankheitsverläufen bleibt es dabei, wodurch viele Gelbfiebererkrankungen nicht als solche diagnostiziert und therapiert werden. Das typische Gelbfieber zeigt eine fieberhafte Phase von drei bis vier Tagen mit Übelkeit und Erbrechen (teilweise auch Bluterbrechen), Kopfschmerzen, Rückenschmerzen und Gelbfärbung der Haut. Es folgt ein fieberfreies Intervall von ein bis zwei Tagen. Danach tritt das Fieber erneut auf, und die Erkrankung kann sich innerhalb von wenigen Tagen voll ausprägen. Typisches Symptom ist die Blutung aus Haut und Schleimhäuten, außerdem treten neurologische und psychische Symptome, Hirnhautentzündung, Nieren- und Leberversagen auf. In schweren Fällen endet die Erkrankung nach zirka einer Woche tödlich.

Die geringste Sterblichkeit besteht bei Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren, die höchste bei Erwachsenen zwischen 20 und 30 Jahren (bis 60 Prozent). Die Inkubationszeit beträgt drei bis sechs Tage. Die Ansteckungsfähigkeit ist wahrscheinlich während der ersten Krankheitswoche gegeben.

 

Wie können Sie Gelbfieber vorbeugen?

Die Impfung gegen Gelbfieber darf nur von staatlich zugelassenen Gelbfieber-Impfstellen durchgeführt werden. Sie wird vor einer Reise in ein Gelbfieber-Endemiegebiet (s.o.) empfohlen und sollte spätestens zehn Tage vor Reisebeginn verabreicht werden. Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten dürfen nicht geimpft werden. Schwangere sollten auf eine Impfung verzichten. Der Impfschutz nach einer Injektion unter die Haut bei Erwachsenen besteht für über zehn Jahre.

Nach einer auch untypisch verlaufenden Gelbfiebererkrankung besteht eine jahrelange bis lebenslängliche Immunität.

 

Achtung:

Verwechseln Sie Gelbfieber nicht mit Gelbsucht. Unter Letzterer versteht man umgangssprachlich eine Hepatitis (Leberentzündung); medizinisch versteht man darunter nur die Gelbfärbung der Haut.