21.02.2017
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Landkreis Nürnberger Land

Erzeugererklärung zur Lebensmittelsicherheit

Seit 01.01.2009 muss die „Information zur Lebensmittelkette“ auch bei der Anlieferung von Equiden und Kälbern am Schlachthof vorliegen.

Erzeugererklärung

Grundsätzliches:

Der Schlachtvieherzeuger hat nach dem Futtermittel- und Lebensmittelhygienerecht der EU zu gewähr-leisten, dass von seinem Schlachtvieh keine gesundheitliche Gefahr für den Konsumenten ausgeht. Dies muss er mit der „Information zur Lebensmittelkette“ (auch „Information zur Lebensmittelsicherheit“ oder „Erzeugererklärung“ genannt) unterschriftlich bestätigen und damit nachweislich Verantwortung übernehmen.

Querverweis:

Das Tier-Transportpapier (nach Verordnung [EG] Nr. 1/2005) ist bei Tiertransporten ebenfalls mitzuführen. Außerdem sind beim Verbringen von Schweinen sowie Schafen und Ziegen Begleitpapiere (nach ViehVerkV) zu erstellen und dem Empfänger (Landwirt) zu übergeben und von diesem mindestens 3 Jahre aufzubewahren.

Aktuell für Betriebe mit Schlachttieren:

Seit 01.01.2010 muss die „Erzeugererklärung zur Lebensmittelsicherheit“ bereits 24 Stunden vor Ankunft der Tiere am Schlachthof sein.

In der „Erzeugererklärung“ (siehe Anlage) werden

  • im Abschnitt I Angaben zur Betriebs- und Tieridentifikation gemacht.
  • im Abschnitt II ist die Standarderklärung des Landwirts zur Lebensmittelsicherheit der verkauften Tiere aufgeführt.
  • Punkt 1 bestätigt, dass aus dem Herkunftsbetrieb
  • a) über den Tiergesundheitsstatus,
  • b) über frühere Schlachttier- und Fleischuntersuchungen und
  • c) über Anzeichen die das Auftreten von sicherheitsbeeinträchtigenden Krankheiten wie zoonotischen (auf den Menschen übertragbare) Erkrankungen des Tieres keine Kenntnis vorliegt.
  • Punkt 1a ist die Bestätigung über die amtlich anerkannten und kontrollierten Haltungsbedingungen zur Ausnahme bei Trichinenuntersuchungen.
  • Punkt 2 bestätigt, dass dem Lebensmittelunternehmer keine Anzeichen welche die Sicherheit des Fleisches beeinträchtigen können, vorliegen.
  • Punkt 3 hier muss der Landwirt angeben, wenn die Wartezeit für ein Arzneimittel innerhalb der letzten sieben Tage vor dem Schlachten ausgelaufen ist oder ein Arzneimittel ohne Wartezeit in diesem Zeitraum angewandt wurde. Betroffene Tiere (z. B. Schweine) sind zu markieren (z. B. mit Strich am Rücken) und auf der Erzeugererklärung entsprechend zu vermerken.
  • Punkt 4 hier müssen Angaben zu Probenanalysen gemacht werden, wie z. B. die Salmonellenkategorie bei Schlachtschweinen (bzw. der Hinweis auf eine QS-Mitgliedschaft).
  • Punkt 5 komplettiert mit Name und Anschrift des Bestandsbetreuenden Tierarztes die Angaben. Sofern die Daten des Hoftierarztes dem Schlachthofbetreiber im Rahmen eines Qualitätssicherungs-Systems bereits vorliegen, kann diese Information genutzt werden, so dass Name und Anschrift des Tierarztes nicht jedes Mal angegeben werden müssen.
  • Im Abschnitt III wird, wenn er nicht gestrichen wurde, auf eine Gegenprobe verzichtet.
  • Im Abschnitt IV werden die Angaben zur Tierherkunft gemacht.

Die Erzeugererklärung kann auch mit einem Lieferschein kombiniert werden, wenn alle Inhalte vollständig enthalten und vom Erzeuger unterschrieben sind.