19.11.2017
    Startseite        Suche        Seitenverzeichnis        Links        Kontakt    
Landkreis Nürnberger Land

Ziele und Aufgaben

Zielsetzung:

Das Ziel des Regionalen Steuerungsverbundes ist die Verbesserung der Situation psychisch Kranker und Behinderter, sowie suchtkranker Menschen und ihrer Angehörigen im Landkreis Nürnberger Land. Durch den Zusammenschluss soll eine einheitliche, d.h. standardisierte und leistungsträger- sowie leistungserbringerübergreifende Hilfeplanung ermöglicht werden. Der RSV ist im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen bereit, die Versorgungsverantwortung im weiteren Sinn für den o.g. Personenkreis zu übernehmen.

Hierbei orientiert sich das Handeln des Regionalen Steuerungsverbundes insbesondere an den „Grundsätzen zur Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in Bayern“. Dieses Grundsatzprogramm wurde im März 2007 vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen veröffentlicht.

Aufgaben:

Folgenden Aufgaben hat sich der Regionale Steuerungsverbund verschrieben:

Sicherstellung der fachlichen Koordination und Steuerung, auch im Rahmen der Hilfeplankonferenz (HPK) gemäß deren Geschäftsordnung,

Ermittlung und Formulierung des regionalen Bedarfs, insbesondere die Abgabe von Stellungnahmen gegenüber dem Planungs- und Koordinierungsausschuss (PKA) des Bezirks Mittelfranken,

regionale Berichterstattung über Psychiatrie, Suchtkrankenhilfe, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin,

Vernetzung mit Kostenträgern und Vertretern in anderen wichtigen sozialen Handlungsfeldern (Jugendhilfe, Arbeitsförderung, Altenhilfe, Medizin, Sozialhilfe usw.) mit dem Ziel einer personenzentrierten, abgestimmten komplexen Leistungserbringung,

Durchführung von Präventionsmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit, z.B. Zusammenarbeit mit dem Bündnis gegen Depression im Nürnberger Land oder dem Psychiatriekuratorium,

Unterstützung der Anti-Stigma-Bewegung,

Initiierung einer unabhängigen, sozialen Beschwerdestelle für die Region Nürnberger Land,

Anregung sozialpolitischer Initiativen, und Mitwirkung bei deren Umsetzung,

Beratung der mit der psychiatrischen, psycho- und suchttherapeutischen und psychosomatischen Versorgung befassten Gremien und Ausschüsse auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene,

fachliche Begleitung und Förderung der gerontopsychiatrischen Versorgung im Landkreis,

die Organisation einzelfallbezogener Hilfebedarfsplanung,

die Abstimmung von komplexen personenzentrierten Hilfemaßnahmen im Rahmen des Gesamtplans nach § 58 SGB XII (Hilfeplankonferenz) und bei Bedarf im Rahmen der §§ 22 ff. SGB IX (Personenkonferenz),

Gewährleistung einer koordinierenden Bezugsperson im Bedarfsfall,

Nutzung einer gemeinsamen, einheitlichen Dokumentation als Grundlage für die Operationalisierung des individuellen Hilfebedarfs.

Instrumente:

Als Instrumente des Regionalen Steuerungsverbundes sind derzeit zu nennen:

Der seit 19.04.2005 existierende Gemeindepsychiatrische Verbund im Nürnberger Land (GPV) und die Hilfeplankonferenz (HPK).

Nähere Informationen zum GPV und zur HPK finden Sie unter den entsprechenden Stichworten der Menüleiste.