26.06.2017
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Landkreis Nürnberger Land

Abenteuer Streuobstwiese

Die Streuobstwiese ist eine charakteristische Besonderheit unseres Landkreises und ein besonders artenreicher Lebensraum. Gemeinsam mit der Streuobstinitiative Hersbrucker Alb e.V. wollen wir das Thema Streuobst, ein charakteristisches Merkmal unseres Landkreises, bereits unseren Jüngsten vermitteln. Wir haben deshalb gemeinsam mit der Streuobstinitiative einen kleinen Flyer „Abenteuer Streuobstwiese“ entwickelt, um bei den Kindern frühzeitig das Interesse am Erhalt der Streuobstwiesen zu wecken. Die Kinder sollen das Thema aber auch schmecken, fühlen und riechen können.

 

Um Kindern die Möglichkeit zu geben, die verwerteten Früchte der Streuobstwiese einmal zu probieren, belieferten wir die örtlichen Grundschulen mit Apfelsaft und Apfelchips, erzeugt aus regionalen Streuobstbeständen.

 

Was ist eine Streuobstwiese?

Auf einer Streuobstwiese stehen verschiedene Hochstamm-Obstbäume (Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen). Sie stehen nicht in Reih und Glied und auch die Obstsorten sind nicht geordnet, sondern die Bäume sind locker über das Gelände „verstreut". Die Wiese wird naturverträglich gepflegt, d. h. sie wird ein- bis zweimal jährlich gemäht und abgeräumt.

 

Die Obstanger

Eine Besonderheit in der Hersbrucker Alb sind die Obstanger. Dabei handelt es sich um Obstbaumbestände, die auf Hutangern

(= gemeinschaftliche Rinderweiden) angelegt wurden.

 

Der überwiegende Teil des Obstes von Streuobstwiesen wird weiterverarbeitet zu Saft, Most, Essig oder Trockenobst/Dörrobst

 

Wie kommt der Apfel in die Flasche?

Zunächst müssen die Äpfel gesammelt und zur Mosterei gebracht werden. Dann werden die Äpfel gewaschen und im Wasserstrom zu einem Zerkleinerer transportiert. Nach dem Zerkleinern kommen die Apfelstücke in die Presse. Hier wird der Saft aus den Apfelstücken gepresst. Nach dem Keltern wird der Saft durch Erhitzen haltbar gemacht. Dieses Erhitzen nennt man auch Pasteurisieren. Jetzt wird der Apfelsaft direkt in die Flasche abgefüllt oder in einen Tank eingelagert.

 

Trockenobst/Dörrobst:

Trocknen bzw. Dörren ist eine der ältesten Konservierungsarten. Reife Früchte werden langsam bei geringer Wärmezufuhr getrocknet, je nach Größe in ganzen Stücken oder in zerkleinerter Form. Das Trocknen kann in speziellen Dörrgeräten oder im Backofen erfolgen.