29.05.2017
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Landkreis Nürnberger Land

Klimaschutz sponsored by Chef: Das Dienstfahrrad

 

Kein Stau, Spritverbrauch oder Parkplatzproblem: Viele fahren gerne mit dem Fahrrad zur Arbeit und absolvieren auf diese Art ihr tägliches Sportprogramm.

 

Seit Ende 2012 lohnt sich das Ganze sogar steuerlich, sowohl für Firmen als auch für Angestellte. Die Idee ist bestechend: Wie bei Dienstwagen wird ein Teil der Kosten auf den Fiskus abgewälzt. Bislang ist die Nachfrage allerdings noch verhalten. Das dürfte daran liegen, dass kaum jemand das Steuersparmodell Dienstfahrrad kennt.

 

Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten zusammengefasst.

Wie funktioniert das Steuermodell?

Die Firma schafft das Rad an - meistens im Leasing inklusive eines Wartungsvertrages. Sie überlässt es dem Angestellten, der das Rad auch privat nutzen darf. Die private Nutzung gilt als sogenannter geldwerter Vorteil und muss mit einem Prozent des Listenpreises im Monat versteuert werden. Kostet das Rad 2000 Euro, wird dem Angestellten jeden Monat vom Finanzamt zu seinem Einkommen 20 Euro hinzugerechnet, dadurch steigen minimal die Steuern und Sozialabgaben. Allerdings bei weitem nicht so, wie bei einem Dienstwagen, da geht es oft um mehrere zehntausend Euro Anschaffungskosten. Pro Jahr kostet das Fahrrad den Arbeitnehmer etwa 130 Euro. Die neue Regel stellt die Fahrer eines Dienstrads sogar besser als die eines Dienstwagens, denn der Weg zur Arbeit muss nicht mit 0,03 Prozent je Entfernungskilometer zusätzlich versteuert werden.

Fahrrad, E-Bike, Pedelecs - was kann ich als Dienstrad nutzen?

Klapprad, Mountainbike oder Rennrad: Jedes Fahrrad mit Pedalantrieb kann als Dienstrad genutzt werden. Doch verkehrssicher muss das Rad sein. Ein Bike, das nicht der StVZO entspricht, sollte die Firma nicht zur Verfügung stellen. Bei Fahrrädern mit Elektro-Antrieb gibt es außerdem Unterschiede: Das S-Pedelec, eine besondere Form des E-Bikes, kommt auf 45 km/h und gilt deshalb nicht mehr als Fahrrad, sondern als "Kraftfahrzeug". Natürlich können Sie auch ein S-Pedelec dienstlich fahren, dann aber als "Dienstwagen" mit der Anrechnung von 0,03 Prozent des Bruttolistenpreises für Ihre Fahrt zur Arbeit aufs Monatsgehalt.

Vorteile für den Arbeitgeber

  • Bonusprogramm für Ihre Mitarbeiter, welches steuerlich subventioniert wird
  • Motivation durch Gesundheitsförderung der Mitarbeiter
  • Imagegewinn durch klare Positionierung zu Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein
  • Zusätzlicher Werbeeffekt durch Branding möglich
  • Kostenersparnis für Mitarbeiter und Arbeitgeber
  • Pro Mitarbeiter 1 Tonne CO2-Emissionen p.a. sparen (bei 10 km Fahrrad pro Tag)
  • Parkraumkosten nur 10% gegenüber PKW
  • Verringerte Fehlzeiten (50%) und Krankheitskosten (bis zu 1100,-€ / Mitarbeiter / p.a.)
  • Leasing ist steuerlich voll absetzbar / schont Bilanz
  • Arbeitgeber spart zudem durch die Gehaltsumwandlung bei den Lohnnebenkosten

Vorteile für die Arbeitnehmer

  • Beim Leasing 20% bis 40% Ersparnis gegenüber Direktkauf, da über den Arbeitgeber und die Gehaltsumwandlung die Mwst., Lohnsteuer und Sozialabgaben wegfallen
  • Weniger Kosten als PKW oder ÖPNV (Strom kostet z.B. nur ca. 8 Cent / 100 km)
  • Frische Luft & Bewegung
  • keine Parkplatzsuche
  • Fit durch gesundes Herzkreislauf-Training
  • Weniger Stress, weniger Fehltage
  • Zeitersparnis (bis 9 km Strecke ist e-Bike schnellstes Verkehrsmittel im innerstädtischen Vergleich)
  • Durch die Ein-Prozent-Regelung ist der geldwerte Vorteil abgegolten und das Dienstfahrrad kann auch uneingeschränkt privat genutzt werden.