29.04.2017
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Landkreis Nürnberger Land

Jugendgerichtshilfe

Wann wird die Jugendgerichtshilfe beteiligt?

In jedem Strafverfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende ist die Jugendgerichtshilfe (JGH) beteiligt.

Wer ist Jugendlicher, wer Heranwachsender?

Als Jugendlicher gilt laut Gesetz, wer bereits 14, aber noch keine 18 Jahre alt ist.

Heranwachsende sind bereits 18, aber noch keine 21 Jahre alt.

Heranwachsende können, wenn Sie in ihrer Entwicklung Jugendlichen gleichzustellen sind oder eine jugendtypische Tat begangen haben, noch nach dem milderen Jugendstrafrecht beurteilt und verurteilt werden.

Was sind Jugendgerichtshelfer?

Jugendgerichtshelfer sind keine Ankläger und keine Verteidiger. Sie sind Sozialpädagogen, die mithelfen, dass der Jugendrichter ein erzieherisch wirksames Strafmaß findet.

Welche Aufgaben hat die Jugendgerichtshilfe?

Jugendgerichtshilfe hat die Aufgabe

  • junge Menschen durch das gesamte Strafverfahren zu begleiten
  • sie zu beraten und zu unterstützen
  • erzieherische und soziale Gesichtspunkte im Strafverfahren zur Geltung zu bringen
  • zu prüfen, ob Leistungen der Jugendhilfe in Betracht kommen
  • dem Gericht und der Staatsanwaltschaft Anregungen für die Beendigung des Verfahrens zu geben

Was passiert vor und während des Gerichtsverfahrens?

Im Gespräch mit dem / der Beschuldigten gewinnt der Jugendgerichtshelfer Informationen über Persönlichkeit, Entwicklungsstand und soziales Umfeld.

 

Diese Informationen sind Grundlage für einen Bericht, der

  • eine umfassende Beurteilung des / der Beschuldigten ermöglichen soll
  • von der Jugendgerichtshilfe in der Gerichtsverhandlung vorgetragen wird
  • dem Jugendrichter als Entscheidungshilfe für eine jugendrichterliche Maßnahme dient, die der Persönlichkeit und der Tat des / der Beschuldigten angemessenen ist.

Je nachdem, welche Maßnahme das Jugendgericht verhängt, werden die jungen Menschen weiter von der Jugendgerichtshilfe begleitet.

Was passiert nach der gerichtlichen Entscheidung?

Werden vom Jugendgericht

  • Weisungen (z. B. gemeinnützige Arbeiten) oder
  • Auflagen (z. B. Schadenswiedergutmachung)

ausgesprochen, so ist es Aufgabe der Jugendgerichtshilfe, deren Durchführung zu überwachen und insbesondere auch sozialpädagogisch zu begleiten.

 

Als Beispiele für Weisungen und Auflagen sind hervorzuheben:

 

Betreuungsweisungen: Sie ermöglichen der Jugendgerichtshilfe, Jugendliche und Heranwachsende bei der Lösung persönlicher und sozialer Probleme zu unterstützen.

Täter-Opfer-Ausgleich: Er zielt darauf ab, eine Aussprache und / oder Wiedergutmachung zwischen Täter/in und der / dem Geschädigten herbeizuführen. Der Täter-Opfer-Ausgleich bietet damit die Möglichkeit, sich aktiv mit Tathintergründen und Tatfolgen auseinanderzusetzen.

Anschrift

Landratsamt Nürnberger Land

-Amt für Familie und Jugend-

Postfach

91205 Lauf a. d. Pegnitz

 

Telefax: 09123 / 950 8021

 

Falls Sie Ihre Ansprechpartnerin / Ihren Ansprechpartner nicht unter der jeweiligen Durchwahlnummer erreichen, können Sie über die zentrale Rufnummer 09123 / 950 - 6444 Kontakt mit dem Amt für Familie und Jugend aufnehmen.

Ansprechpartner:

Ansprechpartner/-in Zimmer Telefon E-Mail
Herr Gevekoht C-0.08 09123 - 950 6455 E-Mail
Herr Nowak C-0.08 09123 - 950 6482 E-Mail